raceday.ski vergleicht die berechnete Schneetemperatur laufend mit echten Messungen: Über 130 IMIS-Stationen des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF messen die Schneeoberflächentemperatur in den Schweizer Alpen. Jedes saubere Mess-Modell-Paar fliesst in die untenstehende Auswertung — automatisch und ohne Vorauswahl. Wie gerechnet wird, steht auf der Methodik-Seite.
Messbetrieb startet mit der Wintersaison
Im Sommer sind die IMIS-Stationen schneefrei — die Plausibilitätsprüfung verwirft Oberflächentemperatur-Messwerte ohne Schnee, es entstehen also bewusst keine Vergleichspaare. Sobald die Stationen wieder eingeschneit sind, sammelt raceday.ski automatisch Paare aus berechneter und gemessener Schneetemperatur; diese Seite füllt sich dann von selbst — ohne manuelle Auswahl, ohne Schönrechnen.
Die Kennzahlen und ihre Definitionen stehen bereits fest (unten) — so ist vorab nachvollziehbar, woran sich das Modell messen lassen wird.
Kennzahlen — so wird gerechnet
- Fehler = berechnete − gemessene Schneeoberflächentemperatur (°C). Verglichen wird die reine Physik-Berechnung des 3-Schicht-Modells — vor Residualkorrektur und vor dem Kalman-Stationsabgleich. Bewusst: Die im Produkt zusätzlich aktive Stationskorrektur lernt von denselben Messungen; sie mitzumessen würde die Genauigkeit schönen.
- Bias = Mittelwert der Fehler (systematische Abweichung; negativ = Modell rechnet zu kalt). MAE = mittlerer absoluter Fehler. RMSE = Wurzel des mittleren quadratischen Fehlers (bestraft Ausreisser stärker).
- Paarbildung: nur Berechnungen für den aktuellen Tag, deren Startzeit höchstens 2 Stunden von der Messzeit entfernt liegt; jede 30-Minuten-Messung fliesst pro Station und Tageszeit-Fenster höchstens einmal ein. Ground Truth ist die jeweils nächstgelegene IMIS-Station (max. 15 km Entfernung, max. 500 m Höhendifferenz — die räumliche Distanz ist Teil des ausgewiesenen Fehlers).
- Dimensionen: Tageszeit in vier 6-h-Fenstern (Lokalzeit Europe/Zurich, identisch zu den Korrektur-Fenstern des Kalman-Filters); Wetterlage aus der Bewölkung zum Berechnungszeitpunkt (klar < 25 %, wechselnd 25–75 %, bedeckt > 75 %).
- Datenfenster: rollierend die letzten 90 Tage (Retention der Rohpaare); zusätzlich separat die letzten 7 Tage.
Messdaten: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF (www.slf.ch), Lizenz CC BY 4.0. Auf Schweizer Skigebietsseiten zeigt raceday.ski zusätzlich den Live-Vergleich mit der nächstgelegenen Station.
Zum Wachsberater — oder zur Methodik: wie das 3-Schicht-Modell rechnet und wo seine Grenzen liegen.